Vieweg Handbuch Bauphysik Teil 1 Wärme- und Feuchteschutz, Behaglichkeit, Lüftung
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Wolfgang M Willems, Simone Dinter, Kai Schild
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Vieweg Handbuch Bauphysik Teil 1 Wärme- und Feuchteschutz, Behaglichkeit, Lüftung
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Vieweg+Teubner (GWV)
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9783834891235
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1
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CHF 32.80
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Bau- und Umwelttechnik
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German
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636
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DRM
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PC/MAC/eReader/Tablet
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PDF
Die Bedeutung einer qualitativ hochwertigen bauphysikalischen Fachplanung hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen. Mittlerweile ist in vielen Fällen der Aufwand für die Belange der thermischen und hygrischen Bauphysik sowie des Schall- und Brandschutzes deutlich höher als für die statisch-konstruktive Planung.
Die Erfahrung zeigt, dass Bauschäden insbesondere als Folge mangelhafter bauphysikalischer Planungs- und Ausführungsleistungen hervorgerufen werden.
Im zweibändig ausgelegten Vieweg Handbuch Bauphysik werden die notwendigen fachlichen Grundlagen praxisgerecht und übersichtlich aufbereitet. Hintergründe und Nachweisverfahren werden nicht nur ausführlich erläutert, sondern durch umfangreiche Zusammenstellungen notwendiger Kennwerte begleitet. In diesem Zusammenhang sind neben den obligatorischen bauphysikalischen Baustoffeigenschaften besonders der integrierte Wärmebrückenkatalog sowie die umfassende Zusammenstellung schalltechnischer Eigenschaften verschiedenster Baustoffe und Bauarten zu nennen.
Mit diesem, zurzeit sicherlich umfangreichsten Werk zur Bauphysik, wird der Bedeutung dieses Themas Rechnung getragen und dem praktisch tätigen Bauingenieur und Architekt ein wertvolles Instrument für die tägliche Arbeit gegeben. Aufgrund der übersichtlichen Einführung in die Thematik und einer Vielzahl von Berechnungsbeispielen eignet sich das Buch in gleicher Weise auch für Studierende, denen damit die Möglichkeit einer intensiven Einarbeitung gegeben wird.
Univ.-Prof. Dr.-Ing. habil. Wolfgang M. Willems leitet die Arbeitsgruppe Baukonstruktionen und Bauphysik an der Ruhr-Universität Bochum.
Dr.-Ing Kai Schild und Dipl.-Ing. Simone Dinter sind Mitarbeiter der Arbeitsgruppe Baukonstruktionen und Bauphysik an der Ruhr-Universität Bochum.
4 Raumklima/Behaglichkeit
(S. 375-376)
4.1 Einführung
Im Allgemeinen ist das Empfinden des Menschen als Gebäudenutzer das Maß zur Beurteilung des Raumklimas, so z.B. in Wohn- und Verwaltungsbauten. Abweichungen von dieser Regel sind bei solchen Bauten anzutreffen, wo andere Nutzungsfaktoren ma.gebend sind (z.B. Stallungen, Gew.chsh.user, Produktionshallen, Tiefkühllager) und der Nutzer sich demnach den Forderungen von Produktion, Lagerung oder Lebensbedingungen von Pflanzen und Tieren unterordnen muss. Das Leistungsverm.gen des Menschen und seine Gesundheit ist dann am besten, wenn er sich physiologisch, psychisch und sozial"wohlfühlt".
Durch die Gebäudegestaltung an sich und insbesondere durch die bauphysikalischen Eigenschaften der raumumschließenden Bauteile kann das physische Wohlbefinden erheblich beeinflusst werden. Die zugehörige Einflussgröße ist die thermische Behaglichkeit. Die thermische Behaglichkeit in einem gegebenen Raumklima wird erreicht, wenn der Wärmehaushalt des Körpers bei einer Körper-Kerntemperatur von etwa 37 °C im Gleichgewicht ist.
Die thermische Behaglichkeit ist keine Größe, die sich rechnerisch exakt ermitteln lässt, sondern ist vom subjektiven Empfinden jeder einzelnen Person abh.ngig. Daher ist es keinesfalls als Regelfall anzusehen, dass alle in einem Raum befindlichen Personen das Raumklima als behaglich anerkennen. Nach DIN EN ISO 7730 [3] wird ein sogenanntes"akzeptables Raumklima“ als eine Umgebung definiert, die von mindestens 80 % der Personen, die sich dort aufhalten, als thermisch annehmbar empfunden wird. Der Zustand thermischer Behaglichkeit ist abh.ngig von einer Vielzahl von Einflussfaktoren, wobei gem.. [103] und [3] folgene primäre Kenngrößen zu nennen sind: - Kleidung - Tätigkeitsgrad - Raumlufttemperatur - Temperatur der Raumumschließungsflächen - relative Luftfeuchte - Luftbewegung (Geschwindigkeit der Raumluft in K.rpern.he).
Ein Überblick über mögliche Einflussgrößen wird in Bild 4.1-1 gegeben. Von den 21 betrachteten Faktoren werden die bereits erw.hnten sechs als prim.re und dominierende, acht weitere als zus.tzliche und die restlichen sieben als sekund.re und vermutete Faktoren eingestuft. Nach DIN EN ISO 7730 [3] ist die thermische Behaglichkeit wie folgt definiert: „Thermische Behaglichkeit ist das Gefühl, das Zufriedenheit mit dem Umgebungsklima ausdrückt."
Vorwort
6
Inhaltsverzeichnis
7
Inhaltsübersicht
18
1 Grundbegriffe und Berechnungshilfen
20
1.1 Einheiten-Umrechnungstafeln
20
1.1.1 Länge
20
1.1.2 Fläche
20
1.1.3 Volumen
20
1.1.4 Masse
21
1.1.5 Zeit
21
1.1.6 Kraft
21
1.1.7 Spannung
22
1.1.8 Druck
22
1.1.9 Arbeit
22
1.1.10 Leistung
23
1.1.11 Wärmeleitfähigkeit
23
1.1.12 Spezifische Wärmekapazität
23
1.1.13 Wärmedurchgangskoeffizient
24
1.1.14 Wärmestromdichte
24
1.2 Griechisches Alphabet
25
1.3 Mathematische Grundlagen
26
1.3.1 Geometrie
26
1.3.2 Rechenregeln
33
1.3.3 Trigonometrie
34
1.4 Wärmedämmstoffe
35
1.4.1 Allgemeines
35
1.4.2 Anwendungstypen / -gebiete
37
1.4.3 Kennwerte am Markt verfügbarer Wärmedämmstoffe
39
1.4.4 Verzeichnis der Wärmedämmstoff-Hersteller
54
1.5 Wärme- und feuchteschutztechnische Kennwerte
66
1.5.1 Putze, Mörtel, Asphalt und Estriche
66
1.5.2 Beton
67
1.5.3 Bauplatten
69
1.5.4 Mauerwerk aus Klinkern und Ziegeln
70
1.5.5 Mauerwerk aus Kalksandsteinen, Hüttensteinen und Porenbeton-Plansteinen
74
1.5.6 Mauerwerk aus Betonsteinen
75
1.5.7 Wärmedämmstoffe
78
1.5.8 Holz und Holzwerkstoffe
82
1.5.9 Fußbodenbeläge, Abdichtstoffe, Dachbahnen, Folien
83
1.5.10 Lose Schüttungen
84
1.5.11 Glas, Natursteine
84
1.5.12 Lehmbaustoffe
85
1.5.13 Metalle
85
1.5.14 Böden
86
1.5.15 Gase
86
1.5.16 Gummi, Massive Kunststoffe
87
1.5.17 Wasser, Eis, Schnee
88
1.6 Wärme- und schalltechnische Kennwerte für Verglasungen
88
1.7 Formularvorlagen für Berechnungen nach EnEV
104
1.8 Literatur
113
2 Wärmeschutz
116
2.1 Physikalische Größen, Formelzeichen, Einheiten
116
2.2 Wärmeschutztechnische Begriffe
118
2.2.1 Rohdichte
118
2.2.2 Wärmeleitfähigkeit
118
2.2.3 Spezifische Wärmekapazität
119
2.2.4 Temperaturleitzahl
120
2.2.5 Wärmeeindringkoef. zient
120
2.2.6 Wärmestrom
121
2.2.7 Wärmestromdichte
121
2.2.8 Wärmeübergangswiderstand
122
2.2.9 Wärmedurchlasswiderstand
125
2.2.10 Wärmedurchgangswiderstand
130
2.2.11 Wärmedurchgangskoeffizient für opake Bauteile
136<