Kundenindividuelle Wertschöpfungsnetze Gestaltungsempfehlungen unter Berücksichtigung einer auftragsorientierten Produktindividualisierung
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Oliver Gausmann
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Kundenindividuelle Wertschöpfungsnetze Gestaltungsempfehlungen unter Berücksichtigung einer auftragsorientierten Produktindividualisierung
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Gabler Verlag
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9783834999177
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1
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CHF 43.90
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Management
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German
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250
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DRM
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PC/MAC/eReader/Tablet
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PDF
Oliver Gausmann identifiziert relevante Gestaltungsmerkmale von Wertschöpfungsnetzstrukturen, insbesondere im Zuge einer stetig zunehmenden Leistungsindividualisierung. Die Darstellung eines geeigneten numerischen Bewertungsansatzes sowie die Vorstellung eines Softwareprototyps unterstützen abschließend den Transfer der Erkenntnisse in die Unternehmenspraxis.
Dr. Oliver Gausmann ist Mitglied der Geschäftsleitung der Convios Consulting GmbH in Augsburg und wissenschaftlicher Mitarbeiter von Prof. Dr. Klaus Turowski am Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insb. Wirtschaftsinformatik und Systems Engineering der Universität Augsburg.
5 Schlussbetrachtungen
(S. 224-225)
5.1 Zusammenfassung
In Kapitel 1 wurde die Motivation zur Bearbeitung der Thematik situativer Wertschöpfungsnetze gelegt. Dabei wurde zunächst, durch die Darstellung des Kontexts sowie der Explikation der Problemstellung, ein erster Überblick über das Betrachtungsspektrum der Arbeit gegeben. Es ist deutlich geworden, dass Unternehmen sich verstärkt in einem Spannungsfeld zwischen zunehmender Produktindividualisierung und wachsender Bedeutung von Wertschöpfungsnetzstrukturen bewegen. Aus den sich daraus ergebenden Herausforderungen wurde die Bedeutung geeigneter Wertschöpfungsnetzmodelle hervorgehoben. Es wurde herausgearbeitet, dass ein solches Modell den sich aus dem Spannungsfeld ergebenden Herausforderungen vor allem durch flexible und sich der jeweiligen Situation anpassender Strukturen begegnen muss.
Der aus dieser Schlussfolgerung resultierende Bedarf nach einem geeigneten Modell wurde bei der Explikation von Zielsetzung und Forschungsfragen aufgegriffen. Als Ziel der Arbeit wurde hierbei die Gestaltung eines fundierten Ansatzes zur Untersuchung der Auswirkungen individueller Auftragstypen auf die Gestaltung von Wertschöpfungsnetzen expliziert. Aufbauend auf der wissenschaftstheoretischen Positionierung und dem Beitrag der Arbeit wurde das Vorgehen zur Erreichung der Zielsetzung vorgestellt. Die Bedeutung eines theoretischen sowie begrifflich-konzeptionellen Bezugsrahmens wurde betont.
In Kapitel 2 wurde zunächst der theoretische Bezugsrahmen eingeführt. Dieser diente der Arbeit als Grundlage zur Erklärung der Wirkungsmechanismen in Wertschöpfungsnetzen. Die Darstellungen zur Systemtheorie haben gezeigt, dass Wertschöpfungsnetze als soziotechnische Systeme aufgefasst werden können. Aus den Überlegungen konnte insbesondere hergeleitet werden, dass zur Schaffung möglichst großer Handlungsspielräume eine flexible Gestaltung der Wertschöpfungsnetzstrukturen von grundlegender Wichtigkeit ist. Es wurde verdeutlicht, dass die Voraussetzung für die Schaffung dieser Flexibilität eine der jeweiligen Situation entsprechende Anpassung an situative Umweltbedingungen ist.
Durch die Darstellung der Theorien der NIÖ wurde darauf aufbauend eine Grundlage zur Beschreibung der Wirkungszusammenhänge in Wertschöpfungsnetzen gelegt. Die sich anschließende Vertragstheorie hat schließlich deutlich gemacht, dass Wertschöpfungsnetze als Geflecht von Verträgen angesehen werden können, wobei diese durch ihre unterschiedlichen Eigenschaften einen organisationsbegründenden Charakter besitzen. Insofern wurde die Grundlage zur Berücksichtigung unterschiedlicher institutioneller Arrangements innerhalb des Wertschöpfungsnetzwerks gelegt. In Kapitel 3 wurden die thematischen Grundlagen der Arbeit durch die Erarbeitung des begrifflich- konzeptionellen Bezugsrahmens gelegt. Dieser wurde in die Bereiche Kooperation, Individualisierung und IuK-Konzepte strukturiert.
Im Bereich der Kooperation wurde der durch Sydow geprägte, eher allgemeine Netzwerkbegriff, durch eine umfassende Darstellung des Kooperationsbegriffs weiter ausdifferenziert. Zusammen mit einer graphentheoretischen Betrachtung von Netzwerken und einer umfassenden Darstellung von Klassifikationskriterien, dienten die Darstellungen der Ableitung des dieser Arbeit zugrundeliegenden Begriffs des situativen Wertschöpfungsnetzes. Die Ausführungen zum Management von Wertschöpfungsnetzen haben gezeigt, dass sich dieses in eine auftragsbezogene und eine auftragsübergreifende Ebene differenzieren lässt.
Die Arbeit wurde der auftragsübergreifenden Ebene und hierbei insbesondere der Selektions- und Allokationsfunktion zugeordnet. Der erarbeitete Begriff wurde abschließend gegenüber verwandten Konzepten abgegrenzt. Im Bereich der Individualisierung von Produkten wurde eine grundlegende Selektion relevanter Typologien sowie eine umfassende Darstellung des Strategiekonzepts der Mass Customization vorgenommen. Die Darstellung von IuK-Konzepten hat abschließend die Basis zur Beurteilung eines inner- und zwischenbetrieblichen IuK-Reifegrades gelegt. Insgesamt hat das dritte Kapitel der Arbeit somit die Grundlage zur Beantwortung der Frage gelegt, welche Kriterien zur Beschreibung von Wertschöpfungsnetzen und zur Differenzierung von Auftragstypen relevant sind. Kapitel 4 umfasste die Entwicklung des Gestaltungsansatzes situativer Wertschöpfungsnetze und bildete insofern den zentralen Kern der Arbeit.
Geleitwort
6
Vorwort
7
Inhaltsverzeichnis
8
Abkürzungsverzeichnis
11
Abbildungsverzeichnis
12
Tabellenverzeichnis
14
1 Einleitung
16
1.1 Kontext
16
1.2 Problemstellung und Motivation
18
1.3 Zielsetzung und Forschungsfragen
21
1.4 Forschungsdesign
24
1.5 Vorgehensweise
33
2 Theoretischer Bezugsrahmen
36
2.1 Systemtheorie
36
2.2 Institutionenökonomische Ansätze
40
2.3 Vertragstheorie
51
3 Begrifflicher und konzeptioneller Bezugsrahmen
54
3.1 Kooperation in Netzwerken
55
3.2 Individualisierung von Produkten
83
3.3 Informations- und Kommunikationskonzepte
116
3.4 Forschungsbedarf und weiteres Vorgehen
131
4 Gestaltungsansatz situativer Wertschöpfungsnetze
134
4.1 Ansatz zur Beschreibung situativer Wertschöpfungsnetze
135
4.2 Gestaltungsmerkmale situativer Wertschöpfungsnetze
144
4.3 Numerischer Ansatz zur Dyadenbewertung
213
4.4 Kundenauftragstypen
223
4.5 Prototypische Implementierung
229
4.6 Fazit
237
5 Schlussbetrachtungen
239
5.1 Zusammenfassung
239
5.2 Fazit und weiterer Forschungsbedarf
242
Anhang
244