: Frank Keuper, Fritz Neumann
: Frank Keuper, Fritz Neumann
: Finance Transformation Strategien, Konzepte und Instrumente
: Gabler Verlag
: 9783834995971
: 1
: CHF 50.50
:
: Management
: German
: 394
: DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
Keuper/Neumann analysieren den Einsatz von Treasury-Instrumenten, -Konzepten und -Strategien in Industrieunternehmen, Banken und Versicherungen. Zur Veranschaulichung trägt aktuelles Wissen renommierter Unternehmen wie BMW, Deutsche Post World Net, ebay, Metro Real, T-Punkt Vertriebsgesellschaft etc. bei.

Prof. Dr. Frank Keuper ist Inhaber des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Konvergenz- und Medienmanagement an der Steinbeis-Hochschule Berlin. Weiterhin ist er Akademischer Leiter und Geschäftsführer des Sales& Service Research Center, dessen Förderer die T-Punkt Vertriebsgesellschaft mbH ist.
Fritz Neumann ist Managing Director im Bereich Commercial Services, Leiter der Competence Group Finance Excellence.
Change Management im Rahmen einer Finance Transformation (S. 4)

1 Einleitung

Veränderungen im Bereich Finance, besonders aber die Einführung eines Management- Informations-Systems (MIS) führen regelmäßig zur Verunsicherung der Mitarbeiter in einem Unternehmen, es werden häufig Überwachung und Kontrolle erwartet statt Chancen zur Selbststeuerung und realitätsnahen, als gerecht empfundenen Abbildung von Leistungen gesehen.

Wird jedoch die Einführung eines neuen Steuerungs-Systems von einem professionellen Change Management (CM) begleitet, können das neue Reporting und die darin enthaltenen Steuerungs-Informationen zum Erfolg für die Mitarbeiter, Bereiche und somit das Unternehmen werden. Zunächst werden die Rahmenbedingungen zu einem MIS-Projekt (Beispiel) skizziert sowie der BearingPoint-Ansatz zum CM dargestellt. Anschließend werden die in den jeweiligen Phasen auftretenden fachlichen und menschlichen Fragestellungen aufgezeigt und die entsprechenden Change-Maßnahmen erläutert.

2 Beispiel für eine Finance Transformation

2.1 Fachliche Ziele


Als Basis für die Erläuterung der Funktion des CM im Rahmen von Veränderungsprozessen im Bereich Finance soll eine Einführung eines MIS dienen. Die Ausgangssituation, Ziele sowie der Leitsatz zu dieser Transformation sind folgendermaßen beschrieben: Ausgangslage: Erheblicher Wandel im Bereich Finance aufgrund von Übergang zu IFRS sowie Implementierung eines vierteljährlichen Reporting.

Ziel: ein verbessertes Management Reporting/Management Informations-System, d. h.

schnellere Verfügbarkeit der Daten und Berichte,

höhere Datenqualität,

höherer Informationsgehalt,

reduzierter Erstellungsaufwand,

reduzierte Informationsflut sowie

Harmonisierung des unternehmensweiten Berichtswesens unter dem Leitsatz: Externe Rechnungslegung ist maßgeblich für internes Berichtswesen. Nach Aufstellen einer Projektorganisation und eines detaillierten fachlichen Projektplans werden die drei Schritte Vorbereitung, Konzeption und Roll Out zeitlich nacheinander, gleichwohl überlappend, bearbeitet.

2.2 Resultierende Fragestellungen für Change Management

Ein Finance Transformations-Projekt in dargestelltem, inhaltlichem Umfang zieht Veränderungen in nahezu allen Bereichen eines Unternehmens nach sich. Aufgabe von CM ist es, diese Veränderungen vorzubereiten, proaktiv zu begleiten und so einen entscheidenden Beitrag zur Erreichung der Projekt-, Berichts- und Steuerungsziele und damit der Unternehmensziele zu leisten.

Um die Akzeptanz „neuer" Daten, basierend auf IFRS, zu erhöhen, kann es angezeigt sein, parallel das MIS um Daten nach dem Modell Balanced Scorecard zu ergänzen. Das Modell ist dazu geeignet, den Mitarbeitern die Unternehmensziele so zu vermitteln, dass sie sie verstehen und sich eigenverantwortlich nach den heruntergebrochenen Zielen und entsprechenden Steuerungskennziffern verhalten.

Eine ggf. skeptisch aufgenommene Veränderung im Reporting kann also durch eine weitere Veränderung abgefedert werden, da im Rahmen der Balanced Scorecard unterhalb der Kennzahlen der Finanzperspektive die zusätzlichen Dimensionen Kunden, Prozesse, Mitarbeiter und Wissen abgebildet werden. Letztere eignen sich häufig besser dazu, Ziele und Verhaltensweisen in hierarchisch tiefer liegenden Ebenen abzubilden und zu steuern (siehe Ziele in Abbildung 1: „akkurater, „informativer"), sie stoßen deshalb auf eine höhere Akzeptanz seitens der betroffenen Mitarbeiter.

3 Überblick über den BearingPoint-Change- Management-Ansatz

CM adressiert die personenbezogenen Themen, um die erfolgreiche Umsetzung der angestrebten Änderungen im Vertrieb in organisatorischem, prozessbezogenem oder technologiegetriebenem Hinblick zu fördern. CM unterstützt die betroffenen Mitarbeiter und internen Kunden darin, den Zweck und die Vorteile eines neuen MIS zu verstehen, um auf Basis gemeinsamer Absprachen entschlossen das gesetzte Ziel zu verfolgen.
Geleitwort5
Vorwort7
Inhaltsverzeichnis11
Erster Teil Organisationsmanagement als Bestandteil der Finance Transformation16
Change Management im Rahmen einer Finance Transformation18
1 Einleitung19
2 Beispiel für eine Finance Transformation19
2.1 Fachliche Ziele19
2.2 Resultierende Fragestellungen für Change Management21
3 Überblick über den BearingPoint-Change- Management-Ansatz21
4 Die Entwicklung und Einführung eines MIS unter Change-Management-Begleitung24
4.1 Die fachlich-menschliche Herausforderung24
4.2 Die Organisatorische Risiko-Analyse25
4.3 Projekt-Vision und Leitbild29
4.4 Der Change-Plan30
4.5 Die Einbindung der Führung31
4.6 Das Einbeziehen der Mitarbeiter in die Projektarbeit32
4.7 Das Einbeziehen der Mitarbeiter über Kommunikation32
4.8 Die Organisatorische Ausrichtung34
4.9 Die Mitarbeiter-Qualifizierung35
5 Ausblick36
Quellenverzeichnis37
Transformation durch Shared Services – Im Spannungsfeld zwischen zentraler und dezentraler Unternehmenssteuerung39
1 Einleitung41
2 Zentrale versus dezentrale Unternehmenssteuerung42
2.1 Die Rolle der Steuerung in der Organisation44
2.2 Vor- und Nachteile zentraler und dezentraler Steuerung46
2.3 Die Rolle des zentralen Finance46
4746
2.4 Neuer Ansatz für das Controlling von Gemeinkosten48
3 Charakteristiken von Shared Services49
3.1 Grundprinzipien49
3.2 Governance-Struktur – Dezentral versus zentral51
4 Neue Steuerungsphilosophie durch Shared Services?52
4.1 Verwaltung als wertorientierte Leistung53
4.2 Beispiel: Finance Transformation durch Shared Services54
4.3 Kennzahlenorientierte Steuerung versus Budgetkontrolle56
5 Zusammenfassung und Schlussfolgerung57
Quellenverzeichnis58
Zweiter Teil Merger58
6058
M58
6258
1 Kommunikation bei Mergers58
6358
2 Integrierte Kommunikation bei M58
6758
3 Financial Community und Mitarbeiter im Fokus der Kommunikation69
3.1 M69
6969
3.2 Bedeutung und Interessen der Zielgruppen71
3.3 Kommunikationsinstrumente und ihre Eignung für die Zielgruppen73
3.4 Wirkung und Erfolg von Kommunikationsmaßnahmen75
4 Differenzierung vs. Standardisierung- Anforderungen an die M75
7875
Quellenverzeichnis80
Unternehmensbewertung bei gestaltbarer Zahlungsstruktur des Verkaufspreises86
1 Die Gestaltung des Kauf- bzw. Verkaufspreises als zentrales Element der Unternehmensbewertung87
2 Allgemeine Bestimmung des Entscheidungswertes als mindestens zu fordernder Verkaufspreis mit Hilfe des Zustands- Grenzpreismodells89
2.1 Vorbemerkungen89
2.2 Bestimmung des Basisprogramms90
2.3 Bestimmung des Bewertungsprogramms91
3 Beispielhafte Bestimmung des Entscheidungswertes bei Interpretation des mindestens zu fordernden Verkaufspreises als Ratenzahlung95
3.1 Konzeptionierung des Zahlenbeispiels95
3.2 Beispielhafte Bestimmung des Entscheidungswertes bei Interpretation des mindestens zu fordernden Verkaufspreises als Ratenzahlung ohne Anzahlung97
3.3 Beispielhafte Bestimmung des Entscheidungswertes bei Interpretation des mindestens zu fordernden Verkaufspreises als Ratenzahlung mit Anzahlung100
4 Ausblick103
Quellenverzeichnis104
Unternehmensbewertung bei der Spaltung – Ein Fall für den Schiedsgutachter?109
1 Einordnung der Spaltung in das Gefüge der Unternehmensbewertung111
2 Allgemeine Darstellung der Schiedsspruchwertermittlung im Rahmen der Spaltung113
2.1 Darstellung der Konfliktsituation113
2.2 Darstellung des Vermittlungsmodells117
3 Beispielhafte Darstellung der Schiedsspruchwertermittlung im Rahmen der Spaltung121
3.1 Darstellung der Konfliktsituation121
3.2 Beispielhafte Darstellung des Vermittlungsmodells125
4 Zusammenfassung135
Quellenver