: Raschid Ijioui, Heike Emmerich, Michael Ceyp
: Supply Chain Event Management Konzepte, Prozesse, Erfolgsfaktoren und Praxisbeispiele
: Physica-Verlag
: 9783790817409
: 1
: CHF 55.80
:
: Management
: German
: 181
: Wasserzeichen/DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
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Supply Chain Management (SCM) wird in den meisten Unternehmen eingesetzt. Doch wie lassen sich unvorhersehbare Zwischenfälle vermeiden? Hier setzt das neue Konzept vom 'Supply Chain Event Management' (SCEM) an. Es sichert und optimiert Effizienz, Effektivität und Stabilität einer Liefer- und Absatzkette. Jeder Einzelschritt wird per EDV gesteuert und überwacht. Das neue Standardwerk mit Fallbeispielen aus unterschiedlichen Branchen.

Zentrale Integrationstechniken (S. 111-112)

Volker Kraft
Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik
Joseph-von-Fraunhofer-Str. 2-4, 44227 Dortmund

Grundlegende Betrachtung von Integrationstechnologien
Grundlegende Voraussetzung für ein funktionierendes SCEM ist die Durchgängigkeit der Informationskette entlang der logistischen Kette. Schwerpunkt der Betrachtungen dieses Abschnittes sind daher die Software- und IuK-Technologien, die für die Systemgestaltung geeignet sind und eine reibungsfreie Kommunikation aller am SCEM-Netzwerk beteiligten Subsysteme untereinander ermöglichen. Hierbei werden als Basis XML und SOAP betrachtet und im Zusammenhang hinsichtlich ihrer Verwendbarkeit untersucht. Bei den IuK-Technologien werden die notwendigen Eigenschaften mobiler Endgeräte dargestellt, die im Rahmen von SCEM-Prozessen eingesetzt werden können. Auf RFID als ein Identifikationsmedium, das bei SCEM wachsende Bedeutung hat, wird hier nicht näher eingegangen. Nähere Informationen dazu finden sich im Beitrag von Petra Dießner.

Im Wesentlichen wird im Folgenden die Darstellung der Eignung verschiedener Softwaretechnologien und Hardwarekomponenten auf den Gebieten der Datenhaltung und Datenkommunikation behandelt. Besonders der Aspekt der Plattformunabhängigkeit ist hier von zentraler Bedeutung, da nur so die Integration verschiedenster Systeme, die auf unterschiedlichsten, isoliert voneinander stehenden Hardwareplattformen und mit unterschiedlichen Software-Architekturen entstanden sind, für einübergeordnetes SCEM gelingen kann. Zusätzlich ergibt sich heutzutage fast zwingend die Einbeziehung des Internet als gegenwärtig bedeutendstes Kommunikationsnetzwerk. Daneben muss durch mobile Endgeräte und Identifikationsmedien ein lückenloser und zeitnaher Informationsstand zwingend gewährleistet sein, da ansonsten geeignete Reaktionen der SCEMSteuerungsebene nicht erfolgen können oder mit falschen Annahmen falsche Konsequenzen hervorrufen.

Für die betrachteten Integrationstechnologien, d. h. Software- und IuKTechnologien bedeutet dies, dass sie ein hohes Maß an Standardisierung, Verbreitung und Akzeptanz sowie der Qualität der Umsetzung in Programmiersprachen bieten müssen. Verwendung der XML-Technologie zur Datenübermittlung Die Auswertung einer Befragung von Anwendern und Entwicklern im Bereich Tracking&,Tracing durch das Dortmunder Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML) hat gezeigt, das die eXtensible Markup Language (XML) bereits bei den meisten Unternehmen im Einsatz ist und die klassischen Formen der Datenstrukturierung abgelöst hat.

So ist auch die Verbreitung der Variante EDIFACT in diesem Segment bereits deutlich geringer. Angesichts dieser Ergebnisse sollte die Datenstrukturierung für einen Integrationsmechanismus, in der Form, wie er für ein funktionierendes SCEM notwendig ist, auf Basis der XML-Technologie vorgenommen werden. XML kann auf eine breite und vor allem internationale Unterstützung bauen und hat folglich auf breiter Front in allen relevanten Programmiersprachen auf allen relevanten Betriebssystemen Einzug gehalten. Vorteile von XML gegenüber anderen Datenformaten XML wurde als allgemeine Strukturierungssprache für den weltweiten Einsatz im Internet konzipiert. Die strenge Definition der Syntax von XML erlaubt gegenüber weniger definierten Strukturen eine vereinfachte maschinelle Verarbeitung.

Zudem unterstützt die explizite Erfassung der einem Dokument zugrunde liegenden Standards eine Verwendung im internationalen Datenverkehr, da landesspezifische Einheiten und Festlegungen sowie der verwendete Zeichensatz berücksichtigt werden können. Die Möglichkeiten zur Strukturierung von Daten bei gleichzeitiger Offenheit beim Aufbau der beschreibenden Strukturen ist einer der wesentlichen Vorteile von XML. Zusätzlich ist XML auch für einen menschlichen Betrachter einfach zu lesen und logisch zu verstehen. Des Weiteren ist es auf Grund einer Vielzahl von Werkzeugen flexibel in der Anwendung und Handhabung.

Vorwort6
Inhaltsverzeichnis8
Konzeptionelle Grundlagen und Status Quo des SCEM10
Supply Chain Event Management als strategisches Unternehmensführungskonzept12
Einleitung12
Grundlagen integrierter strategischer Unternehmensführung13
Zentrale Vision des Supply Chain Management15
Vom Customer Relationship Management zum Supply Chain Event Management in der Luftfahrtbranche17
Modellstudie: Ein konkretes Integrationsszenario für ein SCEM Konzept in der Luftfahrt18
Resultat und Ausblick20
Dank20
Literatur21
Diffusion und Anwendung von Technologien des Ubiquitous Computing zur Selbststeuerung im Supply Chain Event Management Ein Erklärungsmodell auf Basis einer empirischen Studie 24
Selbststeuerung im Supply Chain Event Management24
Vom Supply Chain Event Management zum Mobile Supply Chain Event Management – Basistechnologien26
Ausgewählte Ergebnisse einer empirischen Studie zur Diffusion des Mobile SCEM in der Unternehmenspraxis28
Ein Erklärungsmodell zur Bestimmung der Diffusionsgeschwindigkeit von UbiComp-Technologien im SCEM38
Zusammenfassung und Ausblick42
Literatur43
Supply Chain Event Management in der Pharmaindustrie – Status und Möglichkeiten 46
Einleitung46
Besonderheiten der Pharmaindustrie47
Überblick über die Pharma Supply Chain48
Supply Chain Event Management58
Zusammenfassung und Perspektiven63
Literatur63
Ereignisorientiertes Prozessleistungsmanagement66
Einleitung66
Ableiten geeigneter Kennzahlen aus der Supply Chain Strategie67
Aufbau eines Kennzahlensystems zur Ereignissteuerung73
Implementieren des Kennzahlensystems77
Fallbeispiel78
Umgang mit den Kennzahlen78
Einsatz eines ereignisorientierten Kennzahlensystems79
Literatur79
SAP's View of Supply Chain Visibility: Managing Distributed Supply Chain Processes with the Help of Supply Chain Event Management (SCEM80
Introduction80
The Need for Network-Wide Visibility80
How SAP Customers Use SCEM Today81