: Frank Borowicz, Klaus Mittermair
: Frank Borowicz, Klaus Mittermair
: Strategisches Management von Mergers& Acquisitions State of the Art in Deutschland und Österreich
: Gabler Verlag
: 9783834991034
: 1
: CHF 35.90
:
: Management
: German
: 387
: Wasserzeichen/DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
Wissenschaftler, die Managementwissen und M&A-Know-how verbinden, sowie ausgewählte Praktiker aus Industrie und Beratung stellen in ihren hochaktuellen Beiträgen die Bedeutung der klassischen Managementfunktionen dar. Dabei wird insbesondere auch ein transaktions-/projektübergrei ender Blickwinkel eingenommen.

Dr. Frank Borowicz ist Mitglied im Bundesverband für Mergers& Acquisitions, Habilitand an der FernUniversität in Hagen und stellv. Studiengangsleiter Wirtschaft/ Medienmanagement an der Fachhochschule St. Pölten.
Dr. Klaus Mittermair ist Partner der KPMG Gruppe in Österreich, Geschäftsführer der KPMG Financial Advisory Services GmbH und der KPMG Alpen-Treuhand GmbH sowie Universitätslektor an der Universität Linz.
Michael H. Grote und Marek T. Wolek

Internationale M&,A (S. 41-43)
Schaffung von langfristigen Wettbewerbsvorteilen

Inhalt:
1 Einleitung: Wettbewerbsvorteile durch Expansion in Schwellenländer
2 Kurzfristige Gewinnsteigerungen vs. langfristige Wettbewerbsvorteile
3 Vorteile einer kombinierten Strategie
4 Kauf von Unternehmen über Landesgrenzen hinweg: Chancen und Risiken
5 Fazit: Prozess und Organisationsinnovationen rücken in den Vordergrund
Literaturverzeichnis

1 Einleitung: Wettbewerbsvorteile durch Expansion in Schwellenländer

Es sind vor allem zwei Probleme, die deutsche Unternehmer schlecht schlafen lassen: hohe Löhne und die drastisch zunehmende internationale Konkurrenz. Die wichtigs ten Strategien zur Lösung der Probleme sind die Verlagerung der Produktion ins Aus land und die Erschließung neuer Märkte. Beide Strategien werden bislang weitgehend getrennt wahrgenommen und analysiert. Dieser Beitrag plädiert für eine integrierte Herangehensweise, die langfristige Wettbewerbsvorteile verspricht. Die reine Verlage rung der Produktion in Billiglohnländer führt zwar zu kurzfristigen Kostensenkun gen, kann aber von der Konkurrenz kopiert werden und bietet somit mittel und lang fristig kaum Vorteile. Die Erschließung neuer Märkte durch Verkaufsbüros in weiteren entwickelten Ländern kann zwar zu vermehrtem Absatz führen, ändert jedoch am Grundproblem, den hohen Kosten, wenig. Die Kombination der beiden Ansätze, eine teilweise Verlagerung der Produktion in Länder mit geringeren Lohnkosten, die aber gleichzeitig einen eigenen Markt darstellen, führt hingegen zum Aufbau von langfris tigen Vorteilen im Wettbewerb.

Obwohl Deutschland immer wieder als „Exportweltmeister" tituliert wird, wissen die Unternehmer um die Kehrseite dieser Medaille: Vieles, was Deutschland exportiert, ist nicht hier hergestellt, sondern seinerseits importiert worden. Die eigentliche Wert schöpfung findet nur noch zum geringen Teil in Deutschland statt1. Dieser Trend wurde in den 80er Jahren von den Großunternehmen eingeleitet, heute erwirtschaftet ein Großteil aller Unternehmen im DAX mehr als die Hälfte des Umsatzes und der Wertschöpfung im Ausland. Die Prozesse der Wertschöpfungskette werden beständig dorthin verlagert, wo sie am effizientesten durchgeführt werden können. Dies hat den Großunternehmen geholfen, ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und auszubauen, denn die Anzahl der Konkurrenten ist aufgrund der stärkeren Verknüp fungen der Märkte beständig größer geworden. Diesen Druck bekommen seit einigen Jahren auch mittelständische Unternehmen zu spüren2. Für das Ausprobieren einer Vielzahl von strategischen Optionen und die Suche nach der richtigen Strategie haben mittlere und kleinere Unternehmen jedoch zu wenig finanzielle Reserven, zu wenig Managementressourcen und zu wenig Zeit zur Verfügung. Zudem reicht die Verfol gung von vordergründig einfachen Strategien – Verlagerung von Teilen der Produkti on in Niedriglohnländer oder Gründung neuer Verkaufsbüros in entwickelten Län dern – im internationalen Wettbewerb nicht aus.

Im Gegensatz dazu kann der Kauf eines Unternehmens in einem Schwellenland zu langfristigen Wettbewerbsvorteilen führen. Wachstumsmärkte wie Indien, China, Brasilien sowie Russland und andere osteuropäische Länder haben im Verhältnis zu den etablierten Märkten nicht nur sehr stark wachsende Nachfragemärkte3, sondern bieten auch Kompetenzen in Produktion, Konstruktion und Vertrieb. Das Lohnniveau ist deutlich niedriger als in Deutschland, aber es sind keine klassischen Billiglohnlän der mehr. Um die Chancen auszunutzen, die sich in diesen Regionen bieten, ist ein tiefes Verständnis für die jeweiligen Märkte notwendig. Eine Akquisition oder Fusion mit den Zielen, Marktverständnis aufzubauen und dabei simultan eine Produktions und eine Vertriebsstrategie umzusetzen, erscheint zunächst komplex und risikoreich. Dies ist aber nicht komplexer und risikoreicher als die parallele Verfolgung der beiden erstgenannten Strategien in unterschiedlichen Ländern. Um die möglichen Wettbe werbsvorteile zu realisieren, muss – zumindest für eine Zeit nach dem Kauf – das Schwergewicht auf Innovationen im Produktionsprozess und in der Organisation gelegt werden. Diese Bereiche werden von mittelständischen Unternehmen häufig unterschätzt.
Vorwort5
Inhaltsverzeichnis9
Autorenverzeichnis11
Teil A Ausgewählte Grundlagen des M11
1811
M11
2011
1 Warum es sich lohnt, längst beantwortete Fragen zu stellen22
2 Begründungen für die Shareholder- und Stakeholder-Norm23
2.1 Anteilseigner als Nutznießer von M23
2323
2.2 Stakeholder als Nutznießer von M23
2423
3 Folgen der Normen für das M23
2723
3.1 Folgen des Shareholder Value-Primats27
3.2 Folgen des Stakeholder-Ansatzes30
4 Fazit: Wertschaffung — für wen?33
Literaturverzeichnis35
Cross Border-M35
3835
1 Globalisierung und Cross-Border-M35
4035
2 Definitionen und Grundlagen41
3 Weltweite Cross-border-M41
4241
3.1 Vergangenheit bis heute43
3.2 Einfluss von Wechselkursen43
3.3 Erwartungen und Motive45
3.4 Entwicklung in Europa46
3.5 Entwicklung in Österreich48
3.6 Entwicklung in Deutschland50
4 Gefahren und Risiken50
5 Ausblick und zukünftige Entwicklungen53
Literaturverzeichnis55
Internationale M55
5855
1 Einleitung: Wettbewerbsvorteile durch Expansion in Schwellenländer60
2 Kurzfristige Gewinnsteigerungen vs. langfristige Wettbewerbsvorteile62
3 Vorteile einer kombinierten Strategie65
4 Kauf von Unternehmen über Landesgrenzen hinweg: Chancen und Risiken68
5 Fazit: Prozess- und Organisationsinnovationen rücken in den Vordergrund71
Literaturverzeichnis72
Unternehmensnachfolge im Mittelstand74
1 Einleitung76
2 Strategische Ziele einer Nachfolgeregelung77
3 Hürden78
4 Nachfolgeoptionen80
4.1 Eigene Pläne vs. Marktentwicklung80
4.2 Bewertung im Hinblick auf die Ziele82
4.3 Charakteristika der Nachfolgeoptionen83
5 Rolle der Berater87
6 Fazit88
Literaturverzeichnis89
Private Equity: Konkurrenten und Transaktionspartner90
1 Ausgangslage92
2 Zusammenarbeit zwischen strategischen Investoren und Finanzinvestoren92
3 Empirische Beobachtungen der Zusammenarbeit96
4 Wettbewerbsfähigkeit strategischer Investoren gegenüber Finanzinvestoren98
5 Private Equity langfristiger Transaktionspartner100
6 Ausblick101
Literaturverzeic