Change Management - Widerstände gegen Wandel Plädoyer für ein System der Prävention
:
Arnaldo Cacaci
:
Change Management - Widerstände gegen Wandel Plädoyer für ein System der Prävention
:
DUV Deutscher Universitäts-Verlag
:
9783835090811
:
1
:
CHF 56.90
:
:
Management
:
German
:
283
:
Wasserzeichen/DRM
:
PC/MAC/eReader/Tablet
:
PDF
Arnaldo Cacaci rückt die Widerstände gegen Veränderungen in den Mittelpunkt seiner Überlegungen. Die zentrale Frage lautet: Wie lässt sich die Wahrscheinlichkeit, dass entwicklungshemmende Widerstände gegen geplanten Wandel auftreten, auf ein Minimum reduzieren? Sein Präventionskonzept basiert auf einer interdisziplinären Analogiebildung, die sich dreier Disziplinen der Medizin bedient, nämlich der Genetik, der Anti-Aging- und der Immunforschung.
Dr. Arnaldo Cacaci promovierte bei Prof. Dr. Hans A. Wüthrich am Lehrstuhl für Internationales Management der Universität der Bundeswehr München. Er ist derzeit als Geschäftsbereichsleiter bei der Deutsche Papier Vertriebs GmbH, einem Unternehmen der PaperlinX Gruppe (Australien), tätig.
1. „Stabilität" versus „Wandel" - oder - Das darwinistische Prinzip der Märkte
(S. 1)
„Alles Leben steht unter dem Paradox, dass wenn es beim alien bleiben soil, es nicht beim alien bleiben darf."
Franz von Baader
Denkt man zurück an seine Kindheit, so erinnert man sich vielleicht an jenen Tag oder Moment, welcher ohne Zweifel für jedes kleine Kind - sofern es ihm widerfahren ist - eine Art „Apokalypse" bedeutete: der Umzug - in einen anderen Teil der Stadt, in eine neue Stadt oder gar in ein fremdes Land. Was wird aus den Freunden, wie werden die neuen Lehrer sein und die neuen Schulkameraden, wie wird das Leben sich verändern? Wird man sich behaupten können bei den neuen Kindern? Werden sie mich akzeptieren?
Noch erheblich gravierender als der erste Umzug, der die bisherigen sozialen Kontakte und Strukturen bei Kindern in Frage stellt oder zerstört, ist etwa die Trenniung der Eltem oder gar der Tod der Mutter oder des Vaters. Das Leben ändert sich überraschend, oftmals derart, dass im Augenblick der Aufnahme der unheilvollen Nachricht der eigentliche Gehalt dessen, was nun unwiderrufliche Realität geworden ist, das Bewusstsein als irreal betrachtet. Alles, was bislang als wichtig galt, wird plotzlich unbedeutend. All das, was gesichert war, wirkt haltlos. Als Schicksal oder „den natürlichen Lauf der Dinge" mögen und können Kinder solche Erfahrungen nicht verstehen.
Diese Änderungen im normalen Alltag, vermag man sie auch zu erklären und begreiflich zu machen, sind jedoch die ersten Berührungen mit der ,,Unbeständigkeit mit dem „Wandel". Ohne Frage prägen solche negativen Erfahrungen mit der Veränderung die individuelle Denkweise bereits in frühen Jahren. Die erlebte Sicherheit der Vergangenheit wird ersetzt durch Angst und die Unbestimmtheit der Zukunft. Ähnliches konstatiert Diamond:
„Individual resistance to change begins with childhood experience. Psychological defences against anxiety emerge from the infants earliest dependency on and attachment to the mother. These individual defensive actions protect the self from the unpleasant experience of anxiety. [...] Psychological defences fijrther influence ones attitudes and feelings about change during early childhood and the juvenile years where parents and authority figures begin educating the child in appropriate patterns of behaviour prescribed by contemporary Western culture."
Die Angst vor dieser Ungewissheit schürt den Drang, das Verlangen nach Stabilität, Vorhersehbarem und Berechenbarem. Nur was man kennt bzw. erkennt, glaubt man auch bewältigen zu können. Stabilität erlaubt das Erkennen einer „geregelten Zukunft" und negiert bzw. minimiert damit die Unsicherheit. Die Beherrschbarkeit der Umwelt, welche als solche Gefahren birgt, sichert das Überleben. Und eben dieses Überleben ist der natürliche, biologische Trieb eines jeden Individuums oder einer Gemeinschaft, welche jedoch wiederum nur als eine Summe von Individuen beschrieben wird.
Die Stabilität der Umwelt, gleich welche man charakterisiert, lässt sich stets als Gleichgewicht oder als eine Summe von Gleichgewichten verstehen, die etwäige Veränderungen in irgendeiner Art und Weise kompensieren oder absorbieren. Das Verständnis dieser Gleichgewichte, welche scheinbar die Umwelt konkretisieren, oder die Kenntnis jener Kräfte, die in der Lage sind, den Stabilitätszustand zu gefährden und damit eine unter Umständen schlechtere Ausgangslage herbeizuführen, ist häufig das Ziel wissenschaftlicher Forschung.
Geleitwort
7
Vorwort
9
Inhaltsverzeichnis
11
Abkürzungsverzeichnis
15
Abbildungsverzeichnis
17
Tabellenverzeichnis
19
1.
19
1.
19
1.
19
1.
19
20
19
1.1. Die „geplante Evolution'' - Brückenschlag zwischen Individuum und Organisation
32
1.2. Ein Wissenschaftsverständnis zur Anerkennung „multipler Realitäten''
38
1.3. Zielsetzung dieser Arbeit und Leitfaden der Argumentation
41
1.4.
41
1.4.
41
44
41
1.5. „ Handhabung'' vs. „ Lösen'' von Widerständen - Begriffsstrategische Überlegungen
68
1.6. Die Genesis eines konzeptionellen Bezugsrahmens
70
2. Das Antlitz der Resistenz
79
2.1. Die psychologisch-emotionale Dimension von Widerständen gegen Wandel
81
2.2. Die ökonomische Dimension von Widerständen gegen Veränderungen
89
2.3. Die soziale Dimension von Widerständen
92
2.4. Die politische Dimension von Widerständen gegen Wandel
95
2.5. Die kulturelle Dimension von Widerständen gegen Wandel
99
2.6. Dimensionale Interdependenzen von Widerständen - eine kurze Zwischenbetrachtung
103
2.7. Ausprägungsformen von Widerständen gegen Wandel
104
3. Einflussfaktoren des Wandels
113
3.1. Die individuelle Grundhaltung oder auch „ Change- Mentality''
114
3.2. Untemehmenskultur als Einflussfaktor des Wandels
128
3.3. Die Untemehmensstruktur als Einflussfaktor des Wandels
143
3.4. Der Change Modus als Einflussfaktor des Wandels
160
3.5. Das sozio-ökonomische Feld als Einflussfaktor des Wandels
169
4. Determinanten der Handhabung von Widerständen
173
4.1. Der Begriff der „intelligenten Change- Arena''
173
4.2. Die Führung und ihre Aufgabenstellung im Rahmen einer „intelligenten Change Arena
173
174
173
4.3. Das „ Lernen'' - Managementaufgabe höchster Priorität
186
4.4.
186
4.4.
186
193
186
4.5. Antizipation
207
5. Die professionelle „ Change- Arena
207
218
207
5.1. Der zeitliche Aspekt einer professionellen Handhabung von Widerständen gegen Wandel
219
5.2. Der inhaltliche Aspekt einer professionellen Handhabung von Widerständen gegen Wandel
223
6. Schlußbetrachtung und Ausblick
262
6.1. Ein kurzes Resümee
262
6.2. Ansatzpunkte für weitere Forschungsbemühungen
266
6.3. Der Wandel im Change Management: Gestern kurativ heilen - morgen präventiv Vorbeugen
267
7. Literaturverzeichnis
270