: Karin Eveslage
: Pflegediagnosen: praktisch und effizient
: Springer-Verlag
: 9783540365853
: 1
: CHF 2.20
:
: Pflege
: German
: 160
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF

Die Finanzierung der Krankenhäuser ist von den DRGs abhängig. Die Pflege als Leistungs- und Kostenfaktor im Krankenhaus ist gefordert, an einer optimalen Eingruppierung von Patienten mitzuwirken. Von der korrekten Eingruppierung wird das Fortbestehen eines Krankenhauses am Markt stark beeinflusst werden. Die Pflege muss zeigen, wie ihre Leistungen im Rahmen der DRGs abgebildet werden können. Eine Möglichkeit sind die Pflegediagnosen. Sie helfen Pflege messbar und abrechenbar zu gestalten.

Machen Sie die Pflege zu barem Geld: Die praktische (und erprobte) Implementierung der Pflegediagnosen auf allen Stationen: Schritt für Schritt

Plus für die Praxis:

- Übungen

- Fallbeispiele

- Formulierungshilfen für die Pflegeplanung

- Pflegediagnostischer Anamnesebogen



Karin Eveslage: Projektsteuerung Charité UNiversitätsmedizin Berlin, Diplom Krankenschwester

3 Vorbereitung für die Einführung von Pflegediagnosen (S. 70)

Kurzüberblick

Der wirkliche Stratege klagt nichtüber die Unsicherheit, sondern begrüßt sie als Quell der Inspiration. (Bolkov. Oetinger, Tiha v. Ghy c zy, Chri sto pher Bass ford 2003)

Wissensinhalte
Nach dem Studium dieses Kapitels hat der Leser einen Einblick in ,
* die potentiellen Strategien zur Einführung von Pflegediagnosen, ,
* die Schaffungprojektorganisatorischer Voraussetzungen, ,
* theoretische und praktische Fortbildungsinhalte und ,
* das Kompetenzprofil von Multiplikatoren.

»Warum ha ben Sie die NANDA-Pflegediagnosen eingeführt? Es ist doch noch gar nicht sicher, ob sieüberhaupt in Deutschland anwendbar sind. Sie stammen doch aus einem völlig anderen Kulturkreis.« So manchem Leser kommen diese Fragen sicher sehr bekannt vor. Natürlich spielten diese undähnliche Bedenken während der Vorbereitungen und auch in den verschiedenen Projektphasen eine nicht unbedeutende Rolle.

Aber– die Pflegewissenschaftler mögen es verzeihen– theoretische Annahmen lassen sich am besten durch die Praktiker bestätigen oder korrigieren. Dem natürlichen Neugier trieb wollen sich auch Pflegende nicht entziehen. Oft reduzieren sich angenommene Probleme schon allein dadurch, dass Pflegen de das»Wenn und Aber« einfach bei seite legen können und das Neue aus probieren dürfen.

Sie sind die Experten»vor Ort«, und sie können Unsicherheiten in Sicherheiten verwandeln. Sie können auch aus ihren praktischen Erfahrungen heraus Probleme relativieren. Die immer schneller voran schreitenden internationalen Entwicklungen in der Medizin und in der Pflege und die zunehmend eingeschränkten Ressourcen münden immer häufiger in einen kreativen und kooperativen Pragmatismus. Ein zentral angesiedeltes Projektteam und dezentral arbeitende Multiplikatoren können in diesem Prozess für einen effizienten Theorie-Praxis-Transfer sorgen. Die Lust am Ausprobieren entzaubert viele Probleme. Das Wenn und Aber wird bei seite gelegt. Die nachfolgenden Beschreibungen spiegeln den Einführungsprozess mit seinen unter schiedlichen Erfahrungen wider. Wissenschaftliche Evaluationen wurden bisher nicht vorgenommen. Interessierten Wissenschaftler eröffnet sich hier ein weites Feld. 3.1 Bestimmung der Ist-Situation: Standortbestimmung Erleichtert wird die praktische Umsetzung durch die bereits geleisteten Vorarbeiten aus Pflegewissenschaft und Pflegepraxis.

Geleitwort – Walter Grünzweig5
Vorwort7
Einführung9
Inhaltsverzeichnis11
Schritt I: Voraussetzungen zur praktischen Umsetzung14
1 Pflegediagnosen – ihre Bedeutung für das Qualitäts- und Risiko - management so wie die G-DRG-Systematik16
1.1 Definition und historische Entwicklung der NANDA-Pflegediagnosen17
1.2 Pflegediagnosen und ihre Relevanz für Veränderungsprozesse23
1.3 Individuelle Betreuung und Standardisierung42
Literatur45
2 Pflegediagnosen und ihre Bedeutung für die Transparenz des Behandlungsaufwandes46
2.1 Pflegediagnosen als Beitrag zur Erlössicherung im Rahmen der G-DRG-Systematik47
2.2 DRG-System und Pflegediagnosen48
2.3 Pflegediagnosen im Kontext der G-AEP-Kriterien und MDK-Prüfungen62
2.4 Abkürzungen79
Literatur80
3 Vorbereitung für die Einführung von Pflegediagnosen 82
3.1 Bestimmung der Ist-Situation: Standortbestimmung83
3.2 Pflegende als Multiplikatoren87
3.3 Vorbereitungen der Multiplikatoren – Qualifikationskonzept91
Literatur95
Schritt II: Pflegediagnosen in der praktischen Umsetzung97
4 Aufgaben und Struktur von Pflegediagnosen98
4.1 Aufgaben von Pflegediagnosen99
4.2 Die Struktur der Pflegediagnosen100
4.3 Richtlinien zur Formulierung von Pflegediagnosen103
4.4 Aufbau eines klinikinternen Kataloges112
Literatur115
5 Pflegediagnosen und diagnostischer Prozess116
5.1 Kritisches und kreatives Denken im diagnostischen Prozess118
5.2 Der diagnostische Prozess als gemeinschaftliche Aktivität von Patient, Angehörigen und Pflegepersonal119
Literatur122
Schritt III: Leistungsoptimierung durch Veränderungen in der Organisation des Behandlungsprozesses und in der Mitarbeiterführung124
6 Pflegediagnosen und ihre Bedeutung für neue Organisationsformen im Behandlungsprozess126
6.1 Case Management als neue Organisationsform127
Literatur137
7 Kompetenzentwicklung im Rahmen von Personalmanagement138
7.1 Pflegediagnostischer Prozess und Kompetenzentwicklung139
7.2 Führungs- und Mitabeiterverhalten im Umgang mit verschiedenen Kompetenzstufen145
Literatur148
Schritt IV: Fallbeispiele150
8 Potenzielle Varianten von individueller und standardisierter Planung eines Behandlungsprozesses152
8.1 Musterbeispiel für eine Pflegeplanung nach einer ausgewählten medizinischen Diagnose154
8.2 Musterbeispiel für eine Pflegeplanung nach einer ausgewählten medizinischen Prozedur157
8.3 Musterbeispiel für die Integration von Pflegediagnosen in einen klinischen Behandlungspfad157
8.4 Musterbeispiel für die Einarbeitung von Pflegediagnosen in einen Pflegestandard166
Literatur166
Stichwortverzeichnis168